Erkältung

Erkältung - Symptome und Behandlung

Die Erkältung ist eine häufige Krankheit, die sich durch die Infektion der oberen Atemwege zeigt. Jeder kennt sie. Die Nase läuft, der Kopf schmerzt und der Hals tut weh. All das sind typische Symptome einer Erkältung. Hier finden Sie Informationen, Tipps zur Behandlung der Erkältung und Antworten auf häufige Fragen.

Was ist eine Erkältung?

Grippe, Husten, Fieber, Halsschmerzen und andere Symptome: Das ist das, was im Allgemein als Erkältung bezeichnet wird. Mediziner verstehen darunter eine akute Infektion der Schleimhäute der Nase, des Rachens und der Bronchien: ein grippaler Infekt. Eine Erkältung wird, wie die Grippe, durch Viren ausgelöst. Sie weist aber schwächere Symptome auf.

Was sind die typischen Symptome?

Vor allem Kopf und Hals sind bei einer Erkältung betroffen. Aber auch Gliederschmerzen und eine allgemeine Schwäche und Müdigkeit können auf eine Erkältung hinweisen. Häufig ist es aber auch eine Grippe.

Wichtig: Um zu wissen, ob Ihre Symptome nicht durch das neuartige Coronavirus Covid-19 ausgelöst wurden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen oder einen Test machen. Suchen Sie im Internet nach weiteren Informationen zu Covid-19.

Sind Grippe und Erkältung dasselbe?

Grippe und Erkältung werden durch Viren verursacht. Die Symptome ähneln sich zum Teil. Es sind aber nicht dieselben Krankheiten. Als Faustregel lässt sich sagen: Die Beschwerden sind bei einer Grippe größer. Ob man eine echte Grippe hat, zeigt sich meist durch Fieber im Bereich von 38,5° C bis über 40° C.

Was sind die Anzeichen für eine Grippe?

  • Plötzliches Auftreten von Husten, Fieber und Gliederschmerzen.
  • Hohes Fieber bis zu 41 Grad.
  • Langanhaltende Beschwerden, zum Teil über Wochen.

Was sind die Anzeichen für eine Erkältung?

  • Symptome wie Husten, Heiserkeit oder Schnupfen kommen schleichend.
  • Meist nur leicht erhöhte Temperatur. Kein hohes Fieber.
  • Erkältungen sind durch leichte Verläufe gekennzeichnet.
  • In der Regel dauert es nur zwei bis drei Tage, bis eine Verbesserung eintritt.

Wie entsteht der Schleim in Nase und Hals bei der Erkältung?

Nase und Bronchien enthalten Schleim produzierende Zellen. Das ist die Schleimhaut. Dieser Schleim entsorgt Krankheitserreger. Zu diesen Krankheitserregern gehören auch Viren. Wenn sich Viren in der Schleimhaut ansiedeln, entzünden sie sich. Haben die Viren die unteren Atemwege erreicht, entsteht auch dort Schleim. Mit Husten versucht der Körper die Viren aus dem Körper heraus zu transportieren.

Wie sieht die Behandlung aus?

Haben Sie eine Erkältung? Leiden Sie unter Beschwerden wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen? Dann wenden Sie sich für Informationen und eine Behandlung an Ihren Arzt. Er wird Sie untersuchen und gegebenenfalls Medikamente verschreiben. Das Risiko für Ansteckungen durch den Kontakt mit anderen Menschen im Wartezimmer ist dabei gering. Höher sind die Chancen der Behandlung der Infektion. Der Arzt wird Ihnen auch Tipps und Informationen geben. So können Sie den Verlauf der Heilung beschleunigen.

Wie ist der typische Verlauf einer Erkältung?

Eine Erkältung beginnt in der Regel mit Halsschmerzen. Diese klingen relativ schnell ab. Jedoch treten sehr schnell Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auf. Diese sind mit mit Schnupfen verbunden. Der Körper ist müde. Tätigkeiten wie Sport fallen schwer. Husten ist in der Regel bereits ein Anzeichen für das Abklingen der Erkältung. Der Husten kann jedoch länger andauern.

  • Erste Anzeichen einer Erkältung: Halsschmerzen, Heiserkeit, Niesen, Reizhusten, kalte Füße.
  • Symptome einer voll ausgebildeten Erkältung: Schnupfen, Husten, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen.

Welche Medikamente helfen gegen Erkältung?

Frei erhältliche Medikamente lindern die Symptome und mildern den Verlauf einer Erkältung.

  • Zur Behandlung von Schmerzen dienen entzündungshemmende Mittel wie Paracetamol und Ibuprofen. Sie lindern Kopfschmerzen und Gliederschmerzen.
  • Lutschtabletten helfen gegen Halsschmerzen.
  • Hustenlöser lösen den Schleim in den Bronchien.
  • Hustenstiller helfen gegen den Hustenreiz, vor allem in der Nacht.

Helfen Antibiotika gegen Erkältung?

Nein. Das liegt an der Ursache für Erkältungen. Sie werden durch Viren ausgelöst. Ein Antibiotikum bekämpft aber nur Bakterien. Deshalb helfen Antibiotika weder gegen die Erkältung noch gegen die Grippe. Antibiotika helfen nur bei bakteriell verursachten Krankheiten. Meist verläuft eine Grippe ohne große Komplikationen. Suchen Sie für eine Behandlung schwerer Verläufe auf jeden Fall Ihren Arzt auf.

Welche Hausmittel helfen gegen Erkältung?

Meist lassen sich unangenehme Symptome einer Erkältung mit altbekannten Hausmitteln bekämpfen:

  • Ein wärmendes Bad lindert die Symptome einer Erkältung.
  • Wichtig: Ruhe und Erholung, kein Sport.
  • Viel trinken.
  • Frische Luft.
  • Hausmittel, zum Beispiel Kartoffelwickel, Zwiebelsaft und Hühnersuppe.

Wie kann ich einer Erkältung vorbeugen?

Im Gegensatz zur Grippe kann man sich gegen eine Erkältung nicht impfen lassen. Denn die Anzahl der möglichen Erreger für eine Erkältung ist zu groß. Eine gute Versicherung gegen Erkältung ist ein starkes Immunsystem. Eine gesunde Lebensweise stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Um andere nicht anzustecken, sollte die Hust- und Nies-Etikette eingehalten werden. Auch die seit der Corona-Pandemie im Alltag verwendeten Masken können die Übertragung von Erkältungsviren stoppen. Sie schützen auch vor eigener Ansteckung. Wenn Sie selbst Erkältungssymptome haben, schützen Sie damit Ihre Mitmenschen auch vor einer Ansteckung.

Wie kann man sich vor Ansteckungen schützen?

Gerade in der Winterzeit sind Erkältungen häufig. Schnupfen in dieser Jahreszeit lässt sich meist nicht ganz verhindern. Einige Tipps, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren:

  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Kontakt mit erkälteten Personen meiden
  • Soweit möglich, halten Sie sich weniger in geschlossenen Räumen mit vielen Personen auf.
  • Häufiges Lüften mindert ebenfalls die Gefahr einer Ansteckung.

Wie häufig treten Erkältungen auf?

Die Erkältung ist eine Erkrankung der oberen Atemwege. Vor allem bei Kindern sind Erkältungen weit verbreitet. Bis zu acht Erkältungen im Jahr sind bei Kindern normal. Bei Erwachsenen deuten zwei bis fünf grippale Infekte im Jahr nicht auf eine Immunschwäche hin. Sie sind also in der Regel kein Anlass zur Besorgnis.

Was ist eine Bronchitis?

Eine Bronchitis wird ebenfalls durch Viren ausgelöst. Die Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege. Sie kann zu einer Lungenentzündung führen. Symptome sind trockener Husten mit sehr starkem Hustenreiz und Auswurf. Suchen Sie in solchen Fällen auf jeden Fall einen Arzt auf.

Ist eine Erkältung gefährlich?

Die Erkältung ist eine sehr häufige Krankheit. Sie ist in der Regel nicht gefährlich. Die Symptome sind zwar lästig, aber sie klingen nach einiger Zeit ab. Allerdings kann eine Erkältung in Ausnahmefällen zu einer Bronchitis oder Entzündung der Nasennebenhöhlen führen.

Hilft warme Kleidung im Winter gegen Erkältung?

Im Prinzip ja. Eine Erkältung wird zwar nicht durch Kälte ausgelöst. Wenn der Körper jedoch aufgrund der Kälte stark belastet ist, kann dies das Immunsystem schwächen. Dann haben Viren eine größere Chance.

Warum ist eine gesteigerte Flüssigkeitsaufnahme nach einer Infektion so wichtig?

Bei Erwachsenen und Kindern ist im Verlauf einer Erkältung besonders wichtig, viel zu trinken. Nehmen Sie möglichst zwei bis drei Liter am Tag zu sich. Die angegriffenen und trockenen Schleimhäute werden dadurch gut befeuchtet. So werden die Atemwege nach einem Infekt in die Lage versetzt, die Viren aus dem Körper zu transportieren. Wer unter den Symptomen einer Erkältung leidet, sollte sich möglichst nicht in klimatisierten Räumen aufhalten. Klimaanlagen entziehen der Luft Feuchtigkeit.

Sport bei Erkältung?

Es ist wichtig, eine Erkältung erst vollständig auszukurieren, bevor man wieder mit Sport beginnt. Denn der Körper benötigt bei einer Infektion mit Erkältungsviren viel Kraft, um gesund zu werden. Bei zu viel Anstrengung besteht die Gefahr, dass der Körper den Infekt nicht auskuriert. Dann kann es zu Komplikationen kommen.

Wie kann man bei Kindern die Symptome einer Erkältung von einem Heuschnupfen unterscheiden?

Ein allergischer Schnupfen zeichnet sich durch ein eher wässriges Sekret aus. Der typische Schleim bei einer Erkältung ist dagegen zäh und gelblich. Weitere Symptome:

  • Juckreiz spricht für Heuschnupfen.
  • Fieber und Husten sprechen eher für eine Infektion (Erkältung oder Grippe).
  • Die Erkältung tritt häufig im Winter auf. Allergien haben im Frühjahr bis Sommer Hochsaison.

Bei welchen Symptomen sollte man wegen einer Erkältung zum Arzt?

In vielen Fällen verläuft eine Erkältung harmlos. Hausmittel und frei erhältliche Medikamente lindern die Beschwerden. Bei den folgenden Symptomen sollte der Betroffene jedoch einen Arzt aufsuchen:

  • Fieber über 39 Grad oder länger andauerndes Fieber
  • Anhaltende Symptome auch nach über einer Woche
  • Ohrenschmerzen, starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Starkes Mattigkeitsgefühl, anhaltende Müdigkeit
Suchen Sie im Zweifel immer einen Arzt oder wenn möglich gleich einen Facharzt, wie einen Hals Nasen Ohren Arzt (HNO) auf!