Die Nasennebenhöhlenentzündung - Ursachen, Symptome und Therapien

Was ist eine Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung?

Zu den häufigen Erkrankungen bei Erwachsenen gehört die Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die sich in den luftgefüllten Hohlräumen des Gesichtsschädels und auf den dort liegenden Schleimhäuten der Nebenhöhlen ausbreitet. In der Regel nimmt diese einen harmlosen Verlauf und heilt schnell wieder ab.

Jede Nasennebenhöhle besitzt zwei Stirn-, Kiefer- und Keilbeinhöhlen und Siebenbeinzellen zwischen den darüber liegenden Augenhöhlen. Die Nasennebenhöhlen sind anatomisch enge Öffnungen, die eine Verbindung zur Nasenhöhle herstellen und mit Schleimhaut und Zilien ausgekleidet sind. Letztere sind winzig kleine Flimmerhärchen und befördern das schleimige Sekret, durch das sich die Nase selbst reinigen kann und das in den Zellen auf der Schleimhaut gebildet wird. So lassen sich Erreger, Staub, Schmutzkörnchen und andere Schadstoffe abtransportieren.

Wenn die Schleimhäute vorbelastet, beschädigt oder angeschwollen sind, ist die Nase nicht mehr in der Lage, das Sekret, das sie zur Reinigung selbst produziert, abzubauen. Es setzt sich zwischen dem Naseninneren und den Nebenhöhlen fest, verschließt die Übergänge und stört den Belüftungsvorgang. Dadurch findet eine Schleimansammlung statt und bildet eine für Erreger günstige Fläche, auf der eine Entzündung entsteht. Die Nebenhöhlen werden Sinus genannt, die dortige Entzündung heißt Sinusitis. Häufig sind dabei die Siebbeinzellen und Kieferhöhlen betroffen. In seltenen Fällen breitet sich die Infektion auch in den Stirnhöhlen oder Keilbeinknochen aus.

Die Infektion wird durch die anatomische Engstellung der Nase, aber auch durch Allergien oder ein geschwächtes Immunsystem begünstigt. Die akute Sinusitis bewirkt eine verstopfte Nase, Druckgefühle, Berührungsempfindlichkeit und Kopfschmerzen. Dauern die Beschwerden mehrere Tage an, ist das Aufsuchen eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes ratsam, um vorzeitig einer chronischen Ausbildung vorzubeugen.

Welche Formen der Nasennebenhöhlenentzündung gibt es?

Medizinisch wird eine Nasennebenhöhlenentzündung in eine akute, in eine wiederkehrende und in eine chronische Sinusitis eingeteilt. Die akute Nasennebenhöhlenentzündung klingt etwa nach ein bis zwei Wochen ab. Tritt eine Sinusitis mehrmals im Jahr auf und klingt dazwischen vollständig wieder ab, handelt es sich um eine akute Sinusitis mit rezidivierendem Verlauf. Halten die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, ist von einer chronischen Sinusitis die Rede.

Die akute Nasennebenhöhlenentzündung

Die akute Nasennebenhöhlenentzündung entsteht durch Viren und einen grippalen Infekt, wobei der Sekretabfluss irritiert ist. In seltenen Fällen können bei einer Nasennebenhöhlenentzündung auch Bakterien der Auslöser sein. Anzeichen dafür sind einseitige Gesichtsschmerzen oder ein einseitiger eitriger Sekretausfluss. Zeigen sich die Symptome beidseitig, liegt meistens eine virale Ursache für die Nasennebenhöhlenentzündung vor.

Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung ist oft die Folge einer nicht ausgeheilten Infektion oder wird durch Veränderungen der Nasennebenhöhle, Polypen oder Allergien ausgelöst. Sie kann dabei über Wochen und Monate andauern und zeigt sich durch Schnupfen, Geruchsverlust und Druckgefühle, die auch bis hinter die Augen reichen können. Besonders häufig ist die chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch Nasenpolypen. Dabei handelt es sich um gutartige Wucherungen auf der Schleimhaut. Bei anatomisch bedingten Auslösern für den chronischen Verlauf kann in einigen Fällen eine Operation die Lösung sein.

Was unterscheidet eine Sinusitis von einem herkömmlichen Schnupfen?

Der Schnupfen ist im Grunde die Vorstufe zu einer Sinusitis und sorgt für eine verstopfte oder laufende Nase. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen weitere Symptome hinzu, so stärkere Druckgefühle, Schwellungen, Stirn- und Kopfschmerzen, ein gestörter Geruchssinn, Abgeschlagenheit und Erschöpfung. Der Patient fühlt sich ausgelaugt und schlapp. Während bei einem Schnupfen lediglich die Schleimhäute im Naseninneren betroffen und entzündet sind, reicht die Schwellung und Infektion bei einer Sinusitis bis zu den Schleimhäuten der Nebenhöhle. Daher dauert auch das Abheilen länger.

Wie entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Die Nebenhöhlen haben im Inneren der Nase die Aufgabe, die eingeatmete Luft aufzuwärmen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Dafür ist der Bereich mit Schleimhaut ausgekleidet, die gleichzeitig durch ihre Beschaffenheit empfänglicher für Erreger ist. Sobald eine Infektion vorliegt, schwellen die Schleimhäute an. Das führt dazu, dass vermehrt ein Sekret gebildet wird, um Erreger und Schadstoffe wieder abzutransportieren. Durch die Überproduktion und Störung der Belüftung staut sich das schleimige Sekret, so dass der Erreger sich schneller und leichter ausbreiten kann. Damit entsteht die Nasennebenhöhlenentzündung, üblicherweise durch Viren.

Eine Beschädigung der Schleimhaut wiederum ist gleichfalls ein hervorragender Nährboden für Bakterien. Die Auswirkungen einer solchen Sinusitis zeigen sich durch erweiterte Symptome, bei denen auch Schmerzen und Fieber hinzukommen können. Wird diese Infektion vom HNO-Arzt nicht behandelt, sind ernsthafte Komplikationen möglich. So kann z. B. eine Hirnhautentzündung entstehen.

Welche Ursachen bewirken eine Sinusitis?

Eine typische Ursache für eine Sinusitis ist ein infektiöser Schnupfen. Dieser entsteht immer dann, wenn die Nase versucht, über eine vermehrte und selbst produzierte Schleimbildung Schadstoffe, Viren und Bakterien heraus zu spülen. Eine damit einhergehende starke Reizung der Schleimhäute führt zu Schwellungen und Verstopfungen. Das Sekret kann nicht abfließen und blockiert die Durchgänge, die als Ostien bezeichnet werden und zur Nasenhöhle führen.

So verbleibt der Erreger in den Nebenhöhlen, die durch ihren Aufbau und das sauerstoffarme und feuchtwarme Milieu einen hervorragenden Nährboden für die Vermehrung bieten. Das kann auch nach sich ziehen, dass aus einer viralen Infektion eine bakterielle Entzündung wird, die dann mit Eiter einhergeht.

Zu einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kommt es oft, wenn anatomische Besonderheiten vorliegen, so z. B. eine verkrümmte Nasenscheidewand oder verengte Nasenhöhleneingänge. Diese begünstigen einen gestörten Sekretabfluss. Weitere Ursachen für die chronische Sinusitis sind Nasenpolypen durch krankhafte Veränderungen der Nasenschleimhaut, Allergien oder Zahnerkrankungen.

Die Beschwerden hängen von der Art des Krankheitserregers und von der Kraft des körpereigenen Abwehrsystems ab. So kann ein einfacher Heuschnupfen sowohl eine akute als auch chronische Sinusitis auslösen. Entsteht sie durch Zahnprobleme, beispielsweise durch eine Zahnwurzelentzündung oder durch Kieferhöhlenfistel, ist von einer dentogenen Sinusitis die Rede.

Bei Menschen, die eine chronische Sinusitis haben, ist die Belüftung der Nebenhöhlen langfristig gestört. Gleiches gilt für den Sekretabfluss. Das beeinflusst auch den Prozess der Ausheilung. Der chronische Verlauf wird ebenfalls durch ein gestörtes Immunsystem begünstigt oder tritt bei Menschen auf, die an Asthma leiden.

An welchen Symptomen lässt sich eine Nasennebenhöhlenentzündung erkennen?

Bei einer akuten Sinusitis sind die Symptome zunächst kaum von denen eines normalen Schnupfens zu unterscheiden. Erst, wenn ein vermehrter Ausfluss aus der Nase stattfindet, zeigen sich die typischen Anzeichen. Dabei verändert sich der Ausfluss von einer wässrigen Konsistenz in eine dickflüssige, bis die Nase verstopft und die Atmung erschwert ist. Gleichzeitig ist der Geruchssinn gestört und Druckgefühle entstehen, sowohl in der Nase, im Gesicht als auch hinter den Augen.

Die Symptome sind dabei abhängig von der Art des Krankheitserregers und können auch mit eitrigem Ausfluss einhergehen. Anzeichen für eine akute Nasennebenhöhlenentzündung sind:
– eitriger Sekretfluss
– Sekretabfluss in den Rachen
– verstopfte Nase
– Druckgefühle
– Kopfschmerzen
– Schmerzen im Gesicht oder im Zahnbereich
– eingeschränkte Nasenatmung
– eingeschränkter Geruchssinn
– Fieber
– Erschöpfung und Abgeschlagenheit
– Husten
– Schwellungen
– Sehstörungen
– schmerz- und druckbedingte Benommenheit
– chronische Müdigkeit

Wie verläuft eine typische akute Nasennebenhöhlenentzündung?

Häufig zeigen sich die Symptome für eine akute Nasennebenhöhlenentzündung durch Gesichts- und Kopfschmerzen. Die genaue Lokalisation ist davon abhängig, welcher Bereich der Nasennebenhöhlen entzündet ist. Bei einer Infektion der Stirnhöhlen (Sinusitis frontalis) breitet sich der Druck und Schmerz auf der Stirn und hinter den Augen aus.
Sind die Kieferhöhlen betroffen (Sinusitis maxillaris), entsteht Schmerz im Oberkiefer und in den Wangen. Kopfschmerzen sind dann der Fall, wenn die tiefer liegenden Nebenhöhlen betroffen sind.

Druckgefühle treten bei allen Arten der Nasennebenhöhlenentzündung auf. Sie verschlimmern sich in den Symptomen oftmals, wenn Erschütterungen entstehen, so durch Husten, Niesen oder Bewegung. Auch Schwellungen sind spürbar und lassen sich teilweise im Gesicht ertasten.
Unangenehm ist, wenn das Sekret ständig von der Nase in den Rachen läuft und wenn der Geruchssinn nachlässt und gestört ist. Ebenso kann die Nase verstopfen, wenn der Schleim zäher wird und sich gelb-grünlich verfärbt. Die Krankheit verläuft dabei oft in zwei Phasen. Zuerst findet der Erkältungsschub statt, dann folgen nach einer ersten Verbesserung noch einmal verschlimmerte Beschwerden, so Fieber und Abgeschlagenheit.

Ist eine Nasennebenhöhlenentzündung ansteckend?

Ansteckungsgefahr besteht bei einer Sinusitis dann, wenn es sich um eine akute Entzündung handelt und wenn die Nasennebenhöhlenentzündung bakteriell oder viral bedingt ist. Ersteres ist seltener der Fall. In der Regel sind Viren dafür verantwortlich. Diese verbreiten sich über die Luft und können schon bei einer normalen Unterhaltung eine andere Person infizieren.

Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind in der Regel Erkältungs- und Grippeviren der Auslöser, so dass eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion möglich ist. Bei der Tröpfcheninfektion geraten unbemerkt winzige Tröpfchen des Speichels in die Luft, in denen sich der Erreger befindet, und werden bei der Übertragung eingeatmet. Das kann durch Sprechen, Husten oder Niesen erfolgen. Ist dann ein geschwächten Immunsystem der Fall oder sind die Schleimhäute bereits vorbelastet, kommt es zu einer Infektion. Dabei sind typische Rhino-, Prainfluenza- oder Adenoviren nicht mit dem bloßen Auge erkennbar, so dass sie sich schnell und unbemerkt verbreiten.

Die Schmierinfektion ist eine Kontaktinfektion. Hier werden die Erreger durch die Anhaftung der infizierten Speicheltropfen an Gegenständen oder an der Hand übertragen. Wie lange die Viren in dieser Form überleben, hängt vom jeweiligen Erregertyp ab. Sobald jemand zum Beispiel eine Türklinke anfasst und sich danach mit der Hand über Mund, Nase oder Augen wischt, ist eine Übertragung möglich. Hier hilft u. a. regelmäßiges Händewaschen.

Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung dagegen ist nicht ansteckend. Das liegt daran, weil sie nicht durch Viren ausgelöst wird, sondern andere Ursachen hat, so beispielsweise Allergien, Nasenpolypen oder Veränderungen der Nasenscheidewand. Sie liegt immer dann vor, wenn die Nasennebenhöhlenentzündung entweder länger als drei Monate andauert oder häufiger als viermal im Jahr wiederkehrt.

Wie wird eine Nasennebenhöhlenentzündung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt diagnostiziert?

Für die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung ist der HNO-Arzt zuständig, der eine genaue Diagnose anhand typischer Symptome stellt und die Infektion von anderen abgrenzt. Die Symptome sind in der Regel recht eindeutig, so dass der Arzt schon bei der Untersuchung von Nase und Rachen erste Hinweise erhält. Mit Hilfe einer Rhinoskopie kann er eine geschwollene Nasenschleimhaut erkennen oder einen Abstrich des Nasensekrets machen, um die Symptome näher zu definieren.

Besteht der Verdacht auf eine chronische Sinusitis, sind zusätzlich Blutuntersuchungen, Allergietests oder eine Nasenspiegelung möglich. Bei der Endoskopie wird ein Nasenspiegel in die Nase eingeführt, um die Nasenschleimhäute und das Sekret zu untersuchen.
Bei unklaren Symptomen kommen auch bildgebende Untersuchungen hinzu, so eine Computertomographie oder eine Ultraschalluntersuchung. Letztere bietet zwar nicht ganz so klare Bilder wie das Röntgen, ist jedoch schonender und für Kinder oder Schwangere hervorragend geeignet. Die CT oder eine Magnetresonanztomographie sind nur bei Komplikationen oder bei bevorstehenden Operationen notwendig.

Wie wird die Nasennebenhöhlenentzündung behandelt?

Ziel einer Behandlung beim HNO-Arzt ist immer, dass die Nase vom Schleim befreit wird und die Nebenhöhlen wieder ausreichend belüftet werden. Daher sind Therapien und Medikamente hilfreich, die das Abschwellen der Schleimhäute bewirken, so Nasenspülungen, Nasensprays oder Sekretolytika. Letztere sind oftmals pflanzliche Wirkstoffe oder Präparate mit Myrtol. Liegt eine eitrige Entzündung vor, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.

Therapeutische Maßnahmen unterstützen den Heilungsprozess. Der HNO-Arzt empfiehlt seinen Patienten, bei einer Sinusitis ausreichend viel zu trinken. Das umfasst 2 bis 3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag. Die Wirkung zeigt sich dadurch, dass sich der Schleim in der Nase wieder verflüssigt und so besser abfließt.
Wohltuend sind bei einer Nasennebenhöhlenentzündung auch Rotlicht und Wärme. Dazu gibt es einige Hausmittel, die Erleichterung schaffen, so eine Salz-Wasser-Lösung oder die Dampfinhalation mit ätherischen Ölen.

Lassen die Symptome nicht nach, ist eine Punktierung der Nebenhöhlen möglich, die durch das Ausspülen mit einer Antibiotika-Lösung ergänzt wird. Ein operativer Eingriff findet nur im Ernstfall statt, wenn der Eiter abgelassen werden muss. Möglich ist das Aufspreizen des mittleren Nasengangs oder das Bohren in die Stirnhöhle.

Welche Medikamente werden bei einer Nasennebenhöhlenentzündung verschrieben?

Wenn keine Hausmittel und pflanzlichen Präparate helfen, ist das Verschreiben von Schmerzmitteln, Sekretolytika und von Antibiotika üblich. Zunächst versucht der HNO-Arzt jedoch, Mittel zu empfehlen, die auf natürlichem Weg die Schwellung reduzieren, so salzhaltige Nasensprays und Inhalationen mit Salz-Wasser-Lösungen oder ätherischen Ölen.

Pflanzliche Mittel sind hochdosierte Extrakte mit verschiedenen Arzneipflanzen wie Eukalyptus, Kamille, Enzianwurzel oder Kombipräparate, die mehrere Wirkstoffe enthalten. Eukalyptusöl ist antibakteriell und schleimlösend, während Enzian hervorragende Bitterstoffe enthält, die das Lösen von festsitzendem Schleim begünstigen.

Abschwellende Nasensprays enthalten Wirkstoffe wie:
– Naphazolin
– Oxymetazolin
– Tramazolin
– Xylometazolin

Sie sorgen dafür, dass die Gefäße in der Schleimhaut verengen und die Schwellung dadurch wieder reduziert wird. Die Zugänge in den Nebenhöhlen werden frei und das schleimige Sekret kann abfließen. Empfehlenswert sind Nasensprays, die die Schleimhaut nicht austrocknen und keine Konservierungsstoffe enthalten.

Als Schmerzmittel eignen sich die üblichen Präparate, darunter Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol. Antibiotika verschreibt der Arzt lediglich in schweren Fällen und bei einer bakteriellen Sinusitis. Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen können teilweise mit Cortison-Spray behandelt werden, ein Mittel, das die Entzündungsreaktion dämpft.

Was ist bei der Nasennebenhöhlenentzündung von Kindern zu beachten?

Mit einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung kämpfen viele Menschen, wobei diese bei den meisten innerhalb von zwei Wochen vollständig wieder abklingt. Auch Kinder sind davon betroffen, oftmals im Alter zwischen ein bis vier Jahren. Hier sind die Nebenhöhlen noch nicht vollständig entwickelt und daher für Entzündungen anfällig. Das kann den Übergang der Infektion auf die Augenhöhlen oder das Ohr nach sich ziehen.

Anzeichen dafür sind bei Kleinkindern eine fehlende Trinklust, Schlafprobleme, Schnupfen mit gelbgrün gefärbtem Sekret, Krusten um die Nasenlöcher und Fieber. Gerade bei Kindern kann eine Sinusitis beim infektiösen Übergang auf das Ohr eine Mittelohrentzündung auslösen. Daher sollte die Nasennebenhöhlenentzündung schnell behandelt werden.

Wie lange dauert eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine akute Sinusitis dauert in der Regel etwa ein bis zwei Wochen. Handelt es sich jedoch um eine nicht ausgeheilte Nasennebenhöhlenentzündung, kann die Infektion immer wiederkehren und zeigt sich in rezidivierender Form. Sie tritt unter diesen Bedingungen etwa drei- bis viermal im Jahr auf, während die Symptome zwischenzeitlich vollständig wieder abklingen.
Dauert die Nasennebenhöhlenentzündung länger und über Wochen, ist ein anderer Auslöser das Problem. Dann handelt es sich um eine chronische Sinusitis. Das ist auch dann der Fall, wenn die Erkankung häufiger als viermal im Jahr auftritt.

Welche Komplikationen kann eine Sinusitis auslösen?

Eine typische Sinusitis verläuft in der Regel harmlos und heilt wieder ab, wenn sie fachgerecht durch einen HNO-Arzt behandelt wird. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen. Das passiert, wenn die Infektion auf die benachbarten Strukturen übergreift, so auf die Hirnhaut, die Augenhöhlen oder das Gehirn. Es entstehen Entzündungen an der angrenzenden Knochenhaut, im Stirnbein oder im Knochen- und Weichgewebe.

Die Symptome sind in diesem Fall eindeutiger, so entstehen Müdigkeit, starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen oder Krampfanfälle. Für das Übergreifen der Entzündung auf die angrenzende Augenhöhle oder das Ohr sind besonders Kleinkinder anfällig. Eine Infektion der Augenhöhle zeigt sich durch geschwollene und gerötete Augenlider. Tritt dazu Eiter aus, ist eine lebensbedrohliche Sepsis möglich.

Wie kann einer Nasennebenhöhlenentzündung vorgebeugt werden?

Um sich vor Infektionen und einer Nasennebenhöhlenentzündung zu schützen, ist zunächst immer die Stärkung des Immunsystems empfehlenswert. Sehr gut sind die Bewegung an der frischen Luft, eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol. Dazu helfen Saunabesuche und Wechselduschen, um die Abwehrkräfte zu stärken. Bei kaltem und nassem Wetter ist es wichtig, den Kopf warm zu halten und sich vor Wind und Regen zu schützen.

Auch das falsche Nasenputzen begünstigt eine Infektion. So ist das kraftvolle Schnäuzen nicht so gut und kann die Schleimhäute reizen und beschädigen. Besser ist es tatsächlich, den Schleim lieber hochzuziehen, da er so über den Rachen abtransportiert wird und gleichzeitig die Schleimhäute dabei geschont werden.
Da das jedoch nicht allzu vornehm ist, empfiehlt es sich, ein Nasenloch zuzuhalten und das andere vorsichtig freizumachen. Dadurch lässt sich vermeiden, dass der Schleim in den Bereich der Nasenhöhlen gedrückt wird.

Wie bei allen Infektionen bietet den besten Schutz das regelmäßige Händewaschen. Das ist auf ganz einfachem Weg mit Wasser und etwas Seife möglich, besonders wenn eine häufige Begegnung mit anderen Menschen stattfindet. Antibakterielle Mittel sind dagegen unnötig. Es genügt, darauf zu achten, den Gesichtsbereich nicht zu häufig zu berühren und bei Bedarf die Hände zu säubern.